Wir über uns
Der Wasserbau und die Wasserwirtschaft unterliegen, trotz ihrer Jahrhunderte alten Tradition, ständigen Wechseln und Weiterentwicklungen. Aktuelle Beispiele sind die Diskussionen um den maximierten Gebietsniederschlag, die Implementierung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland oder der Umgang mit den jüngsten, verheerenden Hochwasserereignissen an Elbe und Oder. Längst können die aktuellen Probleme nicht mehr allein von einer Fachdisziplin betrachtet werden. Vielmehr ist eine interdisziplinäre Problemlösung gefordert, an der das Bauingenieurwesen, die Hydrologie, die Ökologie, die Naturwissenschaften und auch die Soziologie gemeinsam arbeiten.
Das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW) stellt sich diesen vielfältigen Aufgaben in Lehre und Forschung. Die personelle Ausrichtung und apparative Ausstattung des IWW ermöglicht es, einen maßgeblichen Beitrag zur Problemlösung wasserrelevanter Themen zu leisten. Ausgangspunkt ist dabei die ingenieurwissenschaftliche Herangehensweise, die durch andere Disziplinen ergänzt wird, entweder hausintern oder durch externe nationale und internationale Kooperationen. Die thematische Breite und Tiefe der Tätigkeiten stellen einen hohen Anspruch an die Organisation und Ausbildung der Mitarbeiter des IWW. Um dem Rechnung tragen zu können, werden die Kompetenzen des IWW in fünf Forschungsschwerpunkten gebündelt:
- Hydromechanik
- Grundwasser
- Sicherheit wasserbaulicher Anlagen
- Gewässergüte und Sedimenttransport
- Automatische Optimierung
Die Schwerpunkte sind so angelegt, dass sie relativ breite Felder abdecken und in ihnen Spezialwissen erarbeitet und weitergegeben werden kann. Damit ist es möglich, flexibel auf die eingangs erwähnten vielfältigen und wechselnden Fragestellungen des Wasserbaus und der Wasserwirtschaft zu reagieren, ohne jedoch die fachliche Tiefe zu verlieren. Die Tätigkeiten innerhalb der Forschungsschwerpunkte finden auf unterschiedlichen Ebenen statt:
- Es werden Gutachten zu schwierigen wasserbaulichen und wasserwirtschaftlichen Fragestellungen erstellt, wie z. B. zur Standsicherheit wasserbaulicher Anlagen, zur Qualitätsprüfung von numerischen Modellen Dritter oder zur Klärung gerichtlicher Streitfälle.
- Im Zuge der Auftragsforschung führt das IWW Studien und wissenschaftliche Untersuchungen zu Problemstellungen durch, die von außen herangetragen werden. Beispiele hierfür sind die physikalische Modellierung für den Nachweis der hydraulischen Eignung von Bauwerken und die numerische Modellierung zur großräumigen Grundwasserbewirtschaftung.
- Durch die Grundlagenforschung leistet das IWW einen Beitrag zum Verständnis wasserbezogener Vorgänge in der Natur, beispielsweise mit der Erforschung der biogenen Stabilisierung von Sedimenten oder mit der Untersuchung von Transportprozessen in geklüftetem Felsgestein. Darauf aufbauend werden die Erkenntnisse genutzt, um Methoden und Konzepte zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser zu entwickeln. Als Beispiel sei die interdisziplinäre Entwicklung eines Langfristvorhersagemodells für die Gewässergüte bergbaubeeinflusster Gewässer genannt.
Sie sind herzlich eingeladen, sich auf den folgenden Seiten ein genaueres Bild über unsere Aktivitäten zu machen und wir stehen ihnen für Fragen jederzeit zur Verfügung.


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