36. Internationales Wasserbau-Symposium Aachen (IWASA)
5. und 6. Januar 2006
Programm
Donnerstag, 5. Januar 2006
- Ökosysteme
- Morphologie
- Ressourcen
Freitag, 6. Januar 2006
- Verkehrsträger
- Siedlungsraum
Das Programm steht auch als PDF-Dokument zur Verfügung.
Spannungsfeld Fließgewässer
Fließgewässer bieten seit jeher notwendige Voraussetzungen für die Entfaltung und Entwicklung des Menschen, der mit seinen Siedlungen immer schon die Nähe zur Lebensader Fluss gesucht hat. Die großen Ströme dienen der Schifffahrt, der Fischerei, der Versorgung mit Trink- und Prozesswasser, der Entsorgung kommunaler und gewerblicher Abwässer, der Freizeit sowie Erholung und nicht zuletzt als biologischer Lebensraum. Aus diesen unterschiedlichen Nutzungsansprüchen ergeben sich besonders für die großen, schiffbaren Fließgewässer naturgemäß Interessenskonflikte, deren Abstimmung ein zentraler Bestandteil der Wasserwirtschaft ist. Eine Flussgebietsbewirtschaftung kann aufgrund der komplexen Zusammenhänge nur unter ganzheitlicher Betrachtung des wasserwirtschaftlichen Systems erfolgen. Aus diesen Gründen hat sich das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW) der RWTH Aachen dazu entschlossen, das 36. Internationale Wasserbau-Symposium Aachen (IWASA) unter das Generalthema "Spannungsfeld Fließgewässer" zu stellen, dem auch der einführende Festvortrag gewidmet sein wird.
Der erste Vortragsblock beschreibt die ökologischen Aspekte, wobei hier besonders auf die einzugsgebietsorientierte Betrachtungsweise und die Gewässergüteprognose als Werkzeuge zum Schutz und zur Verbesserung der aquatischen Ökosysteme eingegangen wird.
Die Morphologie eines Gewässers hat entscheidenden Einfluss auf dessen Nutzung und Entwicklung. Neben dem Umgang mit rolligen Materialien durch Geschiebemanagement sind die Erosion bindiger, feinkörniger Sedimente sowie der Uferabtrag Themen des zweiten Blockes.
Fließgewässer sind Ressourcen in vielfältiger Hinsicht. Trink- und Brauchwasser stehen dabei an oberster Stelle. Es ergeben sich Fragestellungen hinsichtlich der Versorgungssicherheit, der Gewässergüte und der Entsorgung des genutzten Wassers.
Die Mobilität und der Transport von Gütern sind Grundlage einer gesellschaftlichen Entwicklung. Der vierte Vortragsblock Verkehrsträger thematisiert deshalb die Belange der Binnenschifffahrt, insbesondere die Regelung und den Verkehrswasserbau im System der Wasserstraßen.
Im fünften und letzten Vortragsblock Siedlungsraum werden die Hochwasserschutzproblematik und der Ausbau von Gewässern im urbanen Raum diskutiert. Der Schwerpunkt liegt dabei zwischen dem natürlichen Lauf eines Flusses und den Siedlungsansprüchen der Anlieger.
Das Internationale Wasserbau-Symposium des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen hat sich im Laufe der Jahrzehnte als ein von Fachkreisen immer wieder gerne genutzter Treff- und Informationspunkt etabliert. Es richtet sich vor allem an Bauingenieurinnen und Bauingenieure aus den Bereichen Wasserbau und Wasserwirtschaft, steht aber grundsätzlich allen Interessierten offen. Aktualität und Relevanz des gewählten Themas lassen wieder rund 400 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwarten. Im Foyer wird Firmen die Möglichkeit zur Präsentation gegeben. So ist ein weiterer Einblick in den aktuellen Stand des Wasserbaus und der Wasserwirtschaft möglich, der nicht nur auf das Thema des Symposiums beschränkt bleibt.
Ort der Veranstaltung ist das Bauingenieur-Sammelgebäude der RWTH Aachen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos (Anmeldung erfolgt bei Symposiumsbeginn im Foyer zum Otto-Intze-Hörsaal BS II). Dies wird unter anderem durch die Unterstützung von MUNLV, proRWTH, BWK und dem Förderverein des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen ermöglicht. Der Tagungsband kann im Anschluss an das Symposium bei der Shaker Verlag GmbH bestellt werden.


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