HoWaMan – Nachhaltige Strategien und Technologien für das Hochwasserrisiko-management in ariden und semiariden Gebieten

 

Eckdaten

Zielsetzung: Verringerung der Verwundbarkeit und Gefährung sowie Erhöhung des Risikobewusstseins und der Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft in ariden und semi-ariden Gebieten

Untersuchungsmethode: Sturzflut-Frühwarnsystem und Mensch-Hochwasser-Interaktion auf Mikroebene durch agrarbasierte Modellierung

Laufzeit: März 2020 bis Februar 2023

Partner: 7 aus Deutschland, 3 aus dem Iran

Kontakt

Name

Shima Nabinejad

wissenschaftliche Mitarbeiterin

Telefon

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+49 241 80 25747

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Beschreibung und Ziele

HoWaMan ist ein international-interdisziplinäres Projekt, das Techniken und Modellierungswerkzeuge für „Sturzflut-Frühwarnsysteme“ in ariden und semiariden Gebieten entwickelt, um die Verwundbarkeit und Gefährdung in den Regionen zu verringern. Ein weiteres Ziel ist die Stärkung des Risikobewusstseins und der Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft durch Untersuchung des öffentlichen Engagements und der Mensch-Flut-Interaktion auf Mikroebene unter Anwendung der innovativen Methode „agentenbasierten Modellierung“. Ein solches modernes Hochwasserrisikomanagement (HWRM) schließt neben physischen und technischen auch soziale Merkmale des Einzugsgebietes ein. Der Untersuchungsraum ist das Flusseinzugsgebiet des Kan im Iran, dessen Klima, geographische Merkmale und Herausforderungen des HWRM typisch für aride und semiaride Regionen sind, was die Möglichkeit der Übertragung gewonnener Ergebnisse auf andere ähnliche Gebiete ermöglicht.

  Einzugsgebiet des Kan sowie Starkregen-induzierte Sturzflut Urheberrecht: © IWW Einzugsgebiet des Kan sowie Starkregen-induzierte Sturzflut

Das IWW ist der Projektkoordinator und ist in allen vier Arbeitspakete (AP) des Projekts involviert. In AP1 unterstützt das IWW die Hochschule Magdeburg-Stendal in der Bewertung des Hochwasserrisikos, um aktuelle und künftige Hochwassergefahren für die Region vorherzusagen. In AP2 ist das IWW in Kollaboration mit der KISTERS AG zuständig für die Verminderung des Mangels an Niederschlagsdaten. In AP3 ist das IWW der leitende Partner und somit für das gesamte AP verantwortlich. Die Hauptaufgabe besteht in der Implementierung und Simulation mit einem ABM-Ansatz für das Anpassungsverhalten der Akteure und der Bevölkerung im HWRM. Im AP4 unterstützt das IWW das Institut für Soziologie der RWTH Aachen im Bereich des Human Capacity Building.

 
 

Partner und Förderung

Am Forschungsvorhaben sind die folgenden Partner beteiligt:

  • Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW, RWTH Aachen, Deutschland)
  • Forschungsgruppe Hochwassermanagement (HS-M, Hochschule Magdeburg-Stendal, Deutschland)
  • Hochwasser Kompetenz Centrum e.V. (HKC, Deutschland)
  • Lehrstuhl für Technik- und Organisation am Institut für Soziologie (STO, RWTH Aachen, Deutschland)
  • Kisters AG, Abteilung Wasser (Deutschland)
  • Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft e.V. (FiW, RWTH Aachen, Deutschland)
  • DMT GmbH & Co. KG, Abteilung für Hydrogeologie und Wassermanagement (Deutschland)
  • Water Engineering Research Center (Tarbiat Modares University, Iran)
  • Water Research Institute (WRI, Iran)
  • Teheran AB-KHAK Consulting Engineers (TACE, Iran)

Das Verbundprojekt HoWaMan wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unter dem Förderkennzeichen 13N15177 durch die Projektförderung des VDI gefördert. Das Projekt ist eins von sechs Verbundprojekten im Förderprogramm „Internationales Katastrophen- und Risikomanagement – IKARIM“.

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