Verbesserung der Funktionstüchtigkeit von geotextilen Filteranlagen im Wasserbau bei Verockerungsneigung

 

Eckdaten

Zielsetzung: Verbessertes Prozessverständnis der Verockerung geotextiler und mineralischer Filter, Verbesserung der Funktionstüchtigkeit und Lebensdauer der Filter

Untersuchungsmethode: Hydraulisch-geochemische Modellversuche an einem Ausschnittsmodell der Böschung einer Wasserstraße

Laufzeit: Oktober 2020 bis September 2023

Partner: 3

Kontakt

Name

Moritz Kreyenschulte

wissenschaftlicher Mitarbeiter

Telefon

work
+49 241 80 25272

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Beschreibung und Ziele

Im Bereich der Wasserstraßen werden geotextile Filter als wirtschaftliche und sichere Alternative zu mineralischen Kornfiltern in Deckwerken verbaut, um wechselnde Wasserstände filterstabil auszugleichen und Materialtransport zu verhindern. Unter bestimmten Randbedingungen kann Verockerung zur Kolmation der Filter führen, was deren hydraulische Filterwirksamkeit beeinträchtigt und zu Staudrücken führen kann. Derzeit kann die Verockerung der Filter nicht durch technische Maßnahmen verringert oder rückgängig gemacht werden. Da keine systematischen Untersuchungen zu den Randbedingungen vorliegen, unter denen eine für die Leistungsfähigkeit relevante Verockerung von Filtern eintritt wird die Verockerung und ihre Auswirkung auf die Lebensdauer der Geotextilien in den Regelwerken zur Anwendung von Geotextilien nicht eingehend behandelt.

Ziel des Projekts ist daher das Prozessverständnis über die Verockerung geotextiler und mineralischer Filter zu verbessern, um Aussagen zur Funktionstüchtigkeit und Lebensdauer der Filter bei Verockerung zu treffen. Damit sollen Maßnahmen zur Reduktion der Verockerung abgeleitet werden.

  Versuchsaufbau zur Untersuchung der Verockerung von Geotextilien Urheberrecht: © IWW Versuchsstand zur Brunnenverockerung, der im Rahmen des Projekts modifiziert und zur Untersuchung der Verockerung von Filtern unter Deckwerken verwendet wird

Um die Projektziele zu erreichen wird der Prozess der chemischen Verockerung im Labor unter kontrollierten Bedingungen nachgebildet. Die Verockerung soll beschleunigt und unter variablen hydraulischen und geochemischen Randbedingungen in einem Ausschnittsmodell der Böschung einer Wasserstraße erzeugt werden. Die Auswirkungen werden durch die Bestimmung der Eisengehalte und der relevanten chemischen Parameter an mehreren Stellen im Modell sowie der Messung der Durchlässigkeit im Boden und Filter beschrieben und die zeitliche Änderung dieser Parameter bei Verockerung analysiert.

 
 

Partner und Förderung

Das Forschungsvorhaben wird in Kooperation mit dem Institut für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen und Umwelt (IWARU) der FH Münster durchgeführt und von der Bundesanstalt für Wasserbau und der NAUE GmbH & Co. KG begleitet.

Das Projekt wird von der Bundesanstalt für Wasserbau gefördert.

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