Risikomanagement

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Jan Oetjen

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  Halbzerstörte Talsperre Urheberrecht: © CC BY-SA 4.0 (Raiden32)

Beschreibung der Lehrveranstaltung

Wehre und Talsperren sind große wasserbauliche Anlagen, die nach hohen ingenieurtechnischen Standards bemessen, errichtet und betrieben werden. Aufgrund der Variabilität von z. B. geologischen und geotechnischen Bedingungen, der Individualität jedes Bauwerks, den vielfältigen und in ihrer Ausprägung potenziell extremen Einwirkungen wie Hochwasser oder Erdbeben und auch infolge menschlicher Fehler kann eine absolute Sicherheit solcher Anlagen niemals gewährleistet werden. Mit diesem Hintergrund sind Schadens- und Versagensfälle auch von Talsperren weltweit erstaunlich häufige Ereignisse, welche weitreichende sozio-ökonomische und ökologische Konsequenzen nach sich ziehen und oft im Verlust von Menschenleben münden. Wesentlicher Bestandteil des Betriebs großer wasserbaulicher Anlagen ist es daher, die mit ihnen verknüpften Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und so weit wie möglich und sinnvoll zu mindern.

Inhalt

  • Große Unfälle und Katastrophen: Wie konnten sie passieren?
  • Wie „sicher“ sind z. B. Talsperren und wo lauern mögliche Gefährdungen?
  • Wie kann eine wasserbauliche Anlage eigentlich versagen?
  • Wie wahrscheinlich ist ein solches Versagen?
  • Welche Folgen resultieren daraus und wie kann man sie bewerten?
  • Wie „sicher“ ist (für den Einzelnen und für eine Gesellschaft) eigentlich „sicher genug“?
  • Was kann und was müsste getan werden, um Risiken zu mindern?

Lernziele

Verantwortungsvolles Ingenieurhandeln umfasst auch den Blick jenseits dessen, was durch umfassende Erfahrungen sowie Normen und Regelwerke geprägt ist. Die Studierenden werden dafür sensibilisiert, sich im Rahmen eines Risikomanagements frühzeitig und fundiert mit dem auseinanderzusetzen, was zwar unwahrscheinlich, aber dennoch möglich ist. Dies erfordert risikobasiertes Denken, tragfähige Strategien und besondere Methoden, welche in Grundzügen vermittelt und beispielhaft angewendet werden. Mit einem Blick auch jenseits des Ingenieurfachs wird der Blick auch unter Einsatz spielerischer Methoden in ein durch hohe Vielseitigkeit und Interdisziplinarität geprägtes fachliches Gebiet geweitet. Dadurch werden Grundlagen für zukünftige Tätigkeiten z. B. auf den Gebieten Betrieb und Überwachung, der Sicherheitszertifizierung und der Genehmigung von wasserbaulichen und generell großtechnischen Anlagen gelegt.

 

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